Google Glass Interview

Die Datenbrille von Google sorgt nicht nur unter Datenschützern für Kontroversen. Dabei Gerät insbesondere die Möglichkeit heimlicher Bildaufnahmen in den Fokus. Konnte man bisher meist noch erkennen, ob jemand einen ablichtet, ist dies bei Google Glass auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Dies weckt eine generelle Skepsis, was in den USA bereits zu Angriffen auf Träger der Datenbrille geführt hat. Im folgenden Beitrag beantwortet Rechtsanwalt David Oberbeck Fragen zu diesem Problemkreis. Neben generellen Risiken im Datenschutz, wird auch die Frage geklärt, in welchen Situationen Bildaufnahmen sogar strafrechtlich verfolgt werden können. Die Antworten basieren auf Anfragen der Zeitschrift Computerbild und des Fernsehsenders RTL (sehen Sie hier den Beitrag ), welche parallel über das Thema Google Glass berichteten und unsere Kanzlei zu rechtlichen Risiken der Datenbrille kontaktierten.

1. Welche generellen Gefahren sehen Sie im Hinblick auf den Datenschutz?

An erster Stelle stehen natürlich die möglichen Beeinträchtigungen der Persönlichkeitsrechte von fotografierten oder gefilmten Menschen. Mit Hilfe der eingebauten Kamera und Mikrofon können ohne großen Aufwand heimlich Bild- und auch Tonaufnahmen erstellt und innerhalb von Sekunden im Internet zugänglich gemacht werden. Auch wenn dies bereits mit einem Smartphone möglich war, setzt die Google-Brille die Hemmschwelle erheblich herab. So fehlt bei Google Glass bereits die Geste der Aufnahme, der man sich bei einem Smartphone noch entziehen konnte.

Risiken für den Datenschutz sehe ich insbesondere in der Vernetzung mit weiteren bei Google gespeicherten Informationen. Mit der Brille wäre beispielsweise eine Live-Gesichtserkennung von Menschen möglich. Diese biometrischen Daten können anhand der Profilbilder von sozialen Netzwerken wie Google+ erhoben und gespeichert werden ...

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