Gamescom 2014 aus der Sicht eines Anwalts

von Niklas Haberkamm

Aktuell läuft in Köln wieder die Spielemesse Gamescom und wie jedes Jahr haben wir das Event genutzt, um vor Ort interessante Kontakte zu pflegen, die neuesten technischen und rechtlichen Entwicklungen zu verfolgen und dabei das Netzwerk von strategischen Partnern und Mandanten möglichst zu erweitern.

Die Szene ist weiterhin sehr international und auch die rechtlich relevanten Problematiken im Gaming-Sektor haben oftmals globalen Bezug.

mini one stop shop

Ein juristisches Hauptthema unter den Ausstellern auf der Messe ist aktuell eine neue Umsatzsteuerregelung für elektronische Dienstleistungen an Privatpersonen ab dem 01.01.2015 (Stichwort: mini one stop shop). Während sich die Besteuerung bislang nach dem Recht des Landes richtet, in welchem das Unternehmen seinen Sitz hat, wird sie sich ab dem nächsten Jahr nach den rechtlichen Vorgaben des Landes richten, in welchem der jeweilige Kunde seinen Sitz hat. Das sogenannte Ursprungslandprinzip wird hinsichtlich der Umsatzsteuer somit durch das Bestimmungslandprinzip ausgetauscht.

Diese Änderung hat umfangreiche Auswirkungen auf die Branche, elektronische oder internetbasierte Leistungen gegenüber privaten Kunden unterliegen damit bis zu 28 verschiedenen Rechtsordnungen mit massiv variierenden Umsatzsteuersätzen. Zudem müssen die Anbieter ihre Systeme dahingehend umstellen, dass eine Ermittlung und Weiterverarbeitung der kundenspezifischen Umsatzdaten möglich ist. Dabei sind insbesondere die Vorgaben des Datenschutzrechts zu beachten, welche oftmals in einem Spannungsverhältnis zur Praktikabilität stehen ...

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