Steuergestaltung: Steuern sparen durch Arbeitsverträge mit Angehörigen

Arbeitsverträge mit Angehörigen sind ein zweischneidiges Schwert: Für Freiberufler und Unternehmer sind sie praktisch, dem FA meist suspekt. Bei Betriebsprüfungen stehen derartige Verträge schnell auf dem Prüfstand – mit dem Risiko, dass der Betriebsausgabenabzug verweigert wird. Trotzdem können Zahnärzte Angehörige korrekt beschäftigen – und dabei noch Steuern sparen, wenn sie auf einige Details achten.

Die Freiberufler-Praxis als Familienunternehmen
Man kennt sich, man kann sich aufeinander verlassen – und letztlich hat man dasselbe Ziel: Die Freiberufler-Praxis bzw. das Unternehmen soll gut funktionieren. Aber gerade weil die Verhältnisse so eng sind, schaut das FA besonders genau hin. Denn in solchen Fällen fehlt es an dem gegensätzlichen Interesse, das normalerweise zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer besteht.

Rechte und Pflichten im Vertrag regeln
Oberstes Prinzip bei Verträgen mit Familienangehörigen ist daher der sogenannte Fremdvergleich: Was wäre üblich, wenn der Arbeitgeber mit einem Dritten einen Arbeitsvertrag abschließen würde? Wer also den Ehepartner, Kinder, Geschwister oder auch die eigenen Eltern offiziell beschäftigen will, sollte in einem Arbeitsvertrag Gehalt, Tätigkeit, Arbeitszeit, Urlaub sowie Kündigungsfristen festhalten. Wichtig ist, dass die Verträge zivilrechtlich wirksam geschlossen werden. Neben der schriftlichen Vereinbarung bedeutet das zum Beispiel, dass der Vertrag nicht gegen die guten Sitten verstößt. Wenn die Ehefrau sich verpflichtet, 60 Stunden in der Woche zu arbeiten, würde das gegen die guten Sitten verstoßen.

Allerdings geben die Formalitäten eines Vertrags dem FA immer nur Hinweise darauf, ob es sich tatsächlich um einen Arbeitsvertrag handelt, der auch steuerrechtlich Anerkennung findet ...Zum vollständigen Artikel

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