Missverständnisse im Jobcenter

von Liz Collet

Habe ich Ihnen schon mal von der Frau Moosbichler erzählt?

Also die Frau Moosbichler heisst eigentlich ganz anders. Aber das ist eine eigene Geschichte. Dazu mehr, wenn ich mal fünf Minuten mehr Zeit habe.

Neulich – erzählte mir die Moosbichlerin – sei sie mit einer netten Bekannten beim Jobcenter gewesen. Eine alleinerziehende Mutter sei das, mit zwei Kindern, die habe sie halt grossgezogen, während der Vater das Geld verdient habe. Der Vater der beiden habe sich nun aus dem Staub gemacht.

Da sie die wohl ein bisserl durch den Wind gewesen und wüsste ja nicht, wie sie so über die Runden und an Arbeit kommen solle. Sowas gäb es auch heute noch und wieder öfter, weil – sagt die Moosbichlerin – es doch glatt so dumme Menschen gäbe, die jungen Frauen und Müttern auch noch wieder einreden würden, dass es viel moderner sei, wieder nur für Kinder, Küche und Kinderbetreuungsgeld daheim zu bleiben.

Weil angeblich darin läge doch die heutige moderne Freiheit, sich das aussuchen zu können, was Mütter und Grossmütter aus eigener Erfahrung knapper Geldbeutel und wenig rosigen Rentenaussichten und zudem finanzieller Abhängigkeit beim Scheidungsrisiko ihren Töchtern mal ersparen wollten. Sagt die Moosbichlerin. Und man hört es ihr an, dass es sie gehörig ärgert, dass – sagt sie – wieder die Frauen dann die Dummen seien. Schlimmer noch als früher, sagt sie, denn heute hätten es Frauen ja sogar schwerer, Unterhalt zu bekommen ...

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