In eigener Sache: So nicht Frau Kollegin, oder: Zeitlich unter Druck setzen lasse ich mich nicht

von Detlef Burhoff

entnommen: openclipart.org

Ich war gestern privat unterwegs (muss auch mal sein). Natürlich hat man dann in den heutigen Zeiten ein Smartphone mit. Man will ja schließlich mit der großen weiten Welt verbunden sein/bleiben und wissen, was passiert. Auch sollen ja Emails eingehen und gelesen wqerden können. Über die Sinnhaftigheit dieses Phänomens des “Überall erreichbar sein wollen /müssen (?)” kann man lange diskutieren, was aber jetzt nicht Sinn dieses Postings ist. Sondern:

Mich erreicht dann gestern unterwegs um 17.23 Uhr eine Email einer Kollegin, die noch unter dem Betreff: “Anfrage zu § 33 und § 56 RVG” ganz harmlos daher kam. Ah, habe ich gedacht, eine gebührenrechtliche Anfrage, vielleicht sogar etwas für das RVG-Rätsel. So harmlos war in meinen Augen die Mail dann aber nicht. Nicht wegen der Thematik bzw. der Frage, sondern aus einem anderen Grund. Hier dazu zunächst die Mail:

“Sehr geehrter Herr Burhoff,
ich wende mich auf diesem Wege an Sie und hoffe auf eine schnelle Beantwortung meiner Frage.

Ein Rechtsanwalt unserer Kanzlei war als Pflichtverteidiger bestellt. Das Amtsgericht hat die beantragten Gebühren vollumfänglich festgesetzt, worauf die Bezirksrevisorin Erinnerung eingelegt hat und eine Überzahlung einwandte. Das Amtsgericht hat der Erinnerung nicht abgeholfen. Es erging ein ablehnender Beschluss. Hiergegen wurde durch die Bezirksrevisorin Beschwerde eingelegt. Der Beschwerde wurde stattgegeben. Das Landgericht hat sich den Ausführungen der Revisorin angeschlossen und eine Überzahlung bestätigt.

Ich habe leider nicht gefunden, ob – und ggf. welches – Rechtsmittel unsererseits einzulegen ist.

Im Hinblick auf evtl. laufende Fristen darf ich Sie höflichst bitten mir unverzüglich zu antworten ...

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