Wenn das Sachverständigengutachten teurer ist als die Fahrzeugreparatur

Auch wenn die Kosten für ein Sachverständigengutachten grundsätzlich erstattungsfähig sind, dürfen diese Gutschten nicht routinemäßig und ohne wirklich notwendig zu sein eingeholt werden. Bagatellschäden sind nicht erstattungsfähig.

So hat das Amtsgericht München in dem hier vorliegenden Fall entschieden und einen Unfallschaden in Höhe von 840,00 Euro Reparaturkosten als Bagatellschaden engesehen. Die Klägerin aus Bad Tölz besitzt einen geleasten Opel Corsa, der im Februar 2011 erstmals zugelassen wurde. Am 2.11.13 parkte sie diesen ordnungsgemäß am Fahrbahnrand der Edelweißstraße in Bad Tölz. Der Unfallgegner fuhr am 2.11.13 in die linke Fahrzeugtür des abgestellten Opel Corsa, wodurch die linke Türe leicht verdrückt und verschrammt wurde. Die Klägerin gab ein Sachverständigengutachten in Auftrag zur Beweissicherung und zur Feststellung der Schadenshöhe. Es stellte sich heraus, dass der durch den Unfall verursachte Schaden 840,00 Euro betrug. Dieser Betrag wurde von der Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung des Unfallgegners vollständig erstattet.

Die Versicherung weigerte sich jedoch, die Kosten für das Sachverständigengutachten in Höhe von 940,00 Euro zu bezahlen. Deswegen verklagte die Klägerin die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners auf Ersatz der Gutachterkosten. Die beklagte Versicherung ist der Ansicht, dass die Einholung des Sachverständigengutachtens nicht notwendig gewesen sei, da es sich nur um einen Bagatellschaden gehandelt habe.

Nach Auffassung des Amtsgerichts München sind Kosten für ein Sachverständigengutachten grundsätzlich erstattungsfähig. Dies gelte jedoch nicht für Bagatellschäden ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK