Jugendamt kann zur Organisation von begleitetem Umgang verpflichtet werden

von Hans-Otto Burschel

Eine brisante Entscheidung des OVG Saarlouis:

Die Kindesmutter begehrt Umgang mit ihrem bei Pflegeeltern untergebrachtem Kind.

Nach Durchführung der notwendigen Ermittlungen teilt das Familiengericht den Beteiligten mit, dass es im vorliegenden Fall dem Kindeswohl entspreche, der Mutter wöchentliche Umgangskontakte von ca. 1,5-2 Stunden einzuräumen, wobei nur begleitete Umgangskontakte in Betracht kämen.

Da weder der darauf angesprochene Caritasverband noch die Pflegeeltern von J. sich bereit erklärt hätten, die Umgangskontakte zu begleiten, und andere mitwirkungsbereite Personen nicht bekannt seien, sei der Antrag der Antragstellerin indes wohl zurückzuweisen. Das Familiengericht könne das Jugendamt nicht verpflichten, begleitete wöchentliche Umgangskontakte zu organisieren. Eine solche Verpflichtung könne allenfalls auf dem Verwaltungsrechtsweg, gegebenenfalls in einem dortigen Eilverfahren, geklärt werden.

Die Mutter nahm die Steilvorlage auf und begehrte einstweiligen Rechtsschutz beim VG. Dort hatte sie keinen Erfolg, erfolgreich war aber ihre Beschwerde ...

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