Bayreuth – nächster Akt {Dramen auf — oder unter dem grünen Hügel?}

von Liz Collet

Wir hören es.

Wir lesen es.

Allein uns fehlt der (blinde) Glaube.

Vielleicht auch, weil die Staatsanwaltschaft ermittelt. Und auch das eine oder andere beschlagnahmt habe.

Und wie man an lehrreichen Beispielen immer wieder lernt, muss ja immer was dran sein, wenn die Staatsanwaltschaft ermittelt. Oder sogar schon, wenn sie erst noch ermitteln will und noch bevor die Immunität von Abgeordneten aufgehoben wurde und wird. Entscheidend dafür, dass eben was dran ist, ist allein der Ermittlungswunsch oder Ermittlungstätigkeit der StA.

(Oder habe ich da was falsch verstanden bei medialen und social medialen Diskussionsrunden in Sachen Haderthauer, Kachelmann und was es sonst noch so an Schulungsmaterial dazu zu hören und lesen gibt?)

Eh bien. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. In Bayreuth. Vorwürfe um medizinisch unzureichende Behandlung mit der Folge von Opfern, die unter grünem Rasen gebettet liegen sollen in jenem hübschen fränkischen Fleckerl Erde, an dem sonst nur Dramen auf grünen Hügeln oder in der Justiz dort annährend ähnliche Aufmerksamkeit erzielen.

Die Art von Aufmerksamkeit gefiel allerdings den Ärzten dort nicht, die daher unlängst Stellung bezogen. Gegen die Vorwürfe. Von denen sie sich offenbar auch irgendwie angesprochen und getroffen fühlten. Auch in der berufsethischen Ehre. Das veranlasste sie zur Klarstellung, dass sie sich quasi neverever von finanziellen Einschränkungen im Behandlungsstandard gängeln lassen würden.

“Am Klinikum Bayreuth wird gute Medizin gemacht.”

So die Chefärzte des Bayreuther Klinikums in ihrer Stellungnahme.

Rischtisch. Was auch sonst, denn:

Bayreuth nämlich ist eine Insel der Seligen. Nicht auf dem grünen Hügel ...

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