Rezension Zivilrecht: The end of Lawyers?

von Dr. Benjamin Krenberger

Susskind, The end of Lawyers? Rethinking the Nature of Legal Services, 1. Ed., Oxford University Press 2010


Von Andreas Ihns, Fachanwalt für Familienrecht, Lübeck



Was für ein Titel! Das Ende der Anwälte? Der Inhalt ist dann doch nicht ganz so apokalyptisch, wie es der Titel verspricht. Die Lektüre ist aber auf jeden Fall lohnend. Susskind arbeitet u.a. als Unternehmensberater für international agierende Anwaltskanzleien und hat einige originelle Ideen, wie sich der Rechtsmarkt für Anwälte in Zukunft entwickeln wird. Der Anwaltsberuf gerät gegenwärtig bekanntlich in den Strudel der Internetglobalisierung und manche befürchten, dass kein Stein auf dem anderen bleiben wird. Anwaltsverbände begegnen der eingetretenen Unsicherheit mit Zukunftsstudien. Im Juni 2013 hatte der Deutsche Anwaltverein seine Zukunftsstudie „Der Rechtsdienstleistungsmarkt 2030“ veröffentlicht. Bereits im Juli 2012 legte die Law Society of England and Wales ihren Report „A Time of Change: Solicitors´ Firms in England and Wales“ vor, im Dezember 2012 erschien die Studie „The legal Service Market in 2025: Scenario Planning“. Beide Studien sind im Internet auf der Homepage der Law Society abrufbar und lesenswert. Damit wäre zunächst das Umfeld beschrieben, in welchem „The End of Lawyers“ einzuordnen ist.


Doch nun zum Inhalt: Susskind beschreibt im Kern die Auswirkungen der digitalen Revolution auf die Anwaltschaft. Anwälte halten sich gerne für einzigartig, ihre Arbeit wird, einem englischen Maßanzug vergleichbar, dem Klienten auf den Körper geschneiderte. Die Kosten sind entsprechend hoch. Klienten seien, so eine der Thesen, künftig nicht mehr bereit, für standardisierbare Leistungen individuelle Honorare zu zahlen. Anwälte müssen ihre Honorare also reduzieren und mehr fürs Geld bieten. Der Markt entwickelt sich zum Käufermarkt ...

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