Haschisch auf dem Küchentisch – Schweigen ist Gold

von Patrick Riebe

Die Polizei durchsucht. Sie findet. 5 g, gute Qualität in einer Dose auf dem Tisch in der Küche. Mein Mandant räumt ein, das sei sein “Eigenbedarf”.

Das war strafprozessual ungünstig. Mein Mandant wohnt dort nämlich nicht allein, sondern hat einen Mitbewohner. Die Dose stand in einem gemeinschaftlich genutzten Raum. Es wäre daher – wie fast immer – ratsam gewesen, einfach gar nichts zu sagen. Die Strafverfolgungsbehörden können ja nicht würfeln, wem das Zeug gehört. Sie müssen Beweise oder jedenfalls Indizien haben, um zu einem hinreichenden Tatverdacht zu kommen. Hätte mein Mandant nichts gesagt, so wäre die Frage offen geblieben, wem die Dose samt Inhalt gehört, ihm oder seinem Mitbewohner (ich nenne das die “WG-Verteidigung”). Selbst wenn der Mitbewohner gesagt hätte, meins ist das nicht, wäre das unschädlich ...

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