Wer entscheidet, ob das Kind beschnitten wird?

von Hans-Otto Burschel

Die geschiedenen Eheleute (sie Christin, er Muslim) üben das Sorgerecht für ihre beiden Söhne gemeinsam aus.

Die Kindesmutter hat an Eides statt versichert, dass die Kindeseltern sich einig darüber waren, die Kinder im christlichen Glauben zu erziehen. So wurde T auch in einem katholischen Kindergarten angemeldet. Entgegen der Vereinbarung der Eltern nutzte der Vater nunmehr die Umgangskontakte, um den Kindern den moslemischen Glauben nahe zu bringen. In einem Telefonat am 01.04.2014 habe der Kindesvater geäußert, dass er die Kinder nunmehr beschneiden lassen werde. Das fehlende Einverständnis der Kindesmutter würde ihn nicht interessieren. Auch im Rahmen des Telefonats vom 04.04.2014 sei von ihm erneut das Thema der Beschneidung zur Sprache gebracht. Er habe der Kindesmutter mitgeteilt, er wolle seine Kinder vor dem Fegefeuer bewahren. Im Übrigen habe sie die falsche Religion.

Das AG hat im Wege der einstweiligen Anordnung die Entscheidungsbefugnis über eine Beschneidung auf die Kindesmutter übertragen und dem Vater untersagt, entsprechende Maßnahmen zu veranlassen ...

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