Wenn das Kind krank ist – zum Freistellungsanspruch der Eltern

von Thorsten Blaufelder

Bei zwei oder mehr schwer erkrankten Kindern sind bis zu fünf Tage bezahlter Freistellung von der Arbeit drin. Dies gilt für privat krankenversicherte Angestellte im öffentlichen Dienst, urteilte am Dienstag, 05.08.2014, das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt (AZ: 9 AZR 878/12). Der 9. BAG-Senat klärte damit die entsprechenden Bestimmungen im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD).

Danach können sich Angestellte im öffentlichen Dienst aus unterschiedlichen Gründen tageweise von der Arbeit freistellen lassen. Gründe sind beispielsweise die Geburt eines Kindes, der Tod des Partners oder auch ein Umzug aus betrieblichem Anlass. Erkrankt ein unter zwölf Jahre altes Kind schwer, können sich privat krankenversicherte Angestellte für die Pflege ihres Schützlings bis zu vier Tage unter Fortzahlung des Entgelts freistellen lassen. Insgesamt ist die bezahlte Freistellung auf fünf Tage gedeckelt.

Bei gesetzlich Versicherten gelten jedoch andere Bestimmungen. Diese haben bei einem erkrankten Kind grundsätzlich einen Freistellungsanspruch von zehn Tagen je Elternteil oder bei mehreren erkrankten Kindern insgesamt 25 Tage je Elternteil bzw ...

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