Wirksame Ausübung des Widerrufsrechts bei Fernabsatzverträgen

Eigener Leitsatz: Bei einem Fernabsatzvertrag, der über das Internet abgeschlossen wurde, ist es für die Ausübung des Widerrufsrechts allein ausreichend, wenn man eine einfache Erklärung abgibt. Eine zusätzliche Bestätigung der Stornierung ist weder gesetzlich vorgesehen noch ergibt sich eine derartige Notwendigkeit nicht aus dem Umständen, sofern eine eindeutige Zuordnung der Widerrufserklärung möglich ist.

Amtsgericht München

Pressemitteilung Nr. 17/14 zum Urteil vom 20.03.2014

Az.: 261 C 3733/14



Eine Münchnerin buchte bei einem großen Münchner Unternehmen am 20.4.12 über dessen Internetseite online einen Schwimmkurs �Kraulen�, der noch am gleichen Tag bestätigt wurde. Kurz darauf, noch am gleichen Tag, stornierte die Münchnerin die Buchung, indem sie das online zur Verfügung gestellte Stornierungsformular des Unternehmens ausfüllte und abschickte. Das Unternehmen hat die Stornierung erhalten, aber nicht gegenüber der Münchnerin bestätigt. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Unternehmens steht: �Bei online-Anmeldungen ist die Stornierung zusätzlich über die Webseite �Kursbuchung/Stornierung eines Kurses� unter Angabe der Buchungsnummer und der bei der Anmeldung angegebenen Emailadresse möglich.� Sobald der Kunde das Stornierungsformular abschickt, erhält er eine neue Email mit folgendem Inhalt:


�Um die Stornierung final abzuschließen, müssen Sie diesen Link jetzt anklicken:
Bitte klicken Sie hier, um final zu stornieren ...Zum vollständigen Artikel

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