Unverständliches Urteil kassiert

Das Bundesgericht kassiert ein Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, dem es verschiedene Vorwürfe macht. Es habe das Recht nicht von Amts wegen angewendet und sein Urteil sei unverständlich (BGer 6B_776/2013 vom 22.07.2014). Das sind die wohl schlimmsten Vorwürfe, die man einem Gericht machen kann.

Aus den Erwägungen:

Die Vorinstanz bringt in ihren Erwägungen zum Ausdruck, dass mit der Bestätigung der Schuldsprüche eine mildere Strafe von vornherein nicht zur Diskussion steht. Der Beschwerdeführer habe einen vollständigen Freispruch vom Vorwurf der Misswirtschaft sowie der Unterlassung der Buchführung verlangt und (nur) in diesem Zusammenhang eine tiefere Strafe beantragt, wobei er mit den Freisprüchen nicht vollständig durchgedrungen sei. Deshalb erübrigen sich, so die Vorinstanz, Ausführungen zum Strafmass. In diesem Sinne äussert sich die Vorinstanz auch in ihrer Vernehmlassung (act. 11). Diese Annahme widerspricht dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen. An die Begründung in der Berufungserklärung ist die Vorinstanz nicht gebunden (Art. 391 Abs. 1 StPO) ...

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