Experten im Fall Mollat

von Thomas Will

Der Focus titelte Online am 23.07.2014 “Die finanzielle Notbremse gezogen. Wurde Mollaths Verteidiger-Hick-Hack inszeniert, damit der Staat bezahlt?” und interviewte als “Experten” den Kollegen Prof. Dr. Ernst Fricke aus München. Schade ist nur, dass der Kollege offensichtlich überhaupt keine Ahnung von Pflichtverteidigungen hat und es somit geschafft hat, quasi jede Frage falsch zu beantworten. Zum Interview ein paar Worte von mir:

1. Man muss kein Zerwürfnis inszenieren um als Pflichtverteidiger beigeordnet zu werden. Der Kollege Strate hätte die Beiordnung zum Pflichtverteidiger einfach beantragen können, wenn er hätte beigeordnet werden wollen. Das wäre völlig unproblematisch gewesen.

2. Einen Pflichtverteidiger zahlt nicht der Staat, sondern der Angeklagte. Die Staatskasse tritt lediglich in Vorlage und holt sich im Falle einer Verurteilung die Gebühren vom Angeklagten zurück. Im Falle eines Freispruchs muss die Rechtsanwaltskosten sowieso die Staatskasse tragen ...

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