Die Lebensversicherung im Erbfall

von Andreas Abel

Rechtsanwalt Andreas Abel, Fachanwalt für Erbrecht und Fachanwalt für Steuerrecht

In der Beratung aus Anlass eines Erbfalls stellen Lebensversicherungen einen Dauerbrenner dar. Meistens ist unverzügliches Handeln nach dem Erbfall angezeigt. Der folgende Beitrag versucht, die wichtigsten Punkte darzustellen.

Nicht selten stellen die Erben nach dem Erbfall fest, dass Lebensversicherungen existieren, in denen Personen eingesetzt sind, denen mindestens aus Sicht der Erben die Lebensversicherungssummen nicht zu Gute kommen sollen. Oft hat der Erblasser schlicht vergessen, die Bezugsberechtigungen abzuändern, manchmal werden im Testament die Lebensversicherungen anderen Personen zugesprochen als denen, die beim Versicherungsunternehmen hinterlegt sind.

Dies kann zu unliebsamen Folgen führen.

Die Beteiligten

Im Rahmen des Versicherungsvertragsverhältnisses sind folgende Beteiligten zu unterscheiden:

  1. die Lebensversicherungsgesellschaft (z.B. Debeka)
  2. der Versicherungsnehmer, der den Versicherungsvertrag abschließt und die Prämien zahlt;
  3. die versicherte Person, bei deren Tode die Versicherungssumme fällig wird;
  4. die bezugsberechtigte Person, die im Todesfalle die Versicherungssumme erhält
Gehört die Lebensversicherungssumme zum Nachlass ?

Falls im Versicherungsvertrag der Versicherungsnehmer als Bezugsberechtigter vorgesehen ist oder falls niemand ausdrücklich benannt ist, fällt die Versicherungssumme beim Tode der versicherten Person in den Nachlass. Die Lebensversicherungssumme den Erben zusteht ...

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