Begriffe des Verkehrsrechts, Teil 8: Der Anspruchsübergang

von Daniel Nowack

Die Welt der Juristen lebt von unzähligen Fachbegriffen. In meiner Ratgeberreihe “Begriffe des Verkehrsrechts” werde ich, welch Überraschung, einige Grundbegriffe, mit denen man im Rahmen verkehrsrechtlicher Probleme immer wieder rechnen muss, verständlich erläutern bzw. dies zumindest versuchen. So sollen Sie in die Lage versetzt werden, auch Fachbegriffe, die der Rechtsanwalt im Eifer des Gefechtes (oder weil er diese gar nicht mehr als Fachbegriffe wahrnimmt) nicht erläutert, zu verstehen und somit mit Ihrem Anwalt “auf einer Ebene” kommunizieren zu können.

Nachdem in Teil 7 der Serie der Begriff “Anscheinsbeweis” erläutert wurde, geht es heute um den Anspruchsübergang.

Anspruchsübergänge sind im Verkehrsrecht – vornehmlich, wenn es um Schadensersatz nach Unfällen geht – vielfältig vorgesehen und bei der Geltendmachung von Ansprüchen zu beachten. Um es vereinfacht zu formulieren: Immer, wenn ein Dritter (also nicht der Schädiger) einen unfallbedingten Schadensposten bezahlt, geht der diesbezügliche Schadensersatzanspruch auf den Dritten über.

Beispiele:

Zahlt die Kaskoversicherung die Reparatur des Fahrzeuges nach einem Unfall, geht der Schadensersatzanspruch in dieser Höhe (abgesehen vom Quotenvorrecht, aber das ist ein anderes Thema) gemäß § 86 VVG auf den Kaskoversicherer über. Der Geschädigte kann also vom Schädiger keine Reparaturkosten mehr verlangen, wohl aber der Kaskoversicherer. Dies gilt im Übrigen auch für die Rechtsschutzversicherer: In der Höhe, in der bspw. ein Vorschuss geleistet wurde, geht der Anspruch auf die Rechtsschutzversicherung über. Hierauf ist zu achten, wenn Anwaltskosten im Prozess geltend gemacht werden sollen ...

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