Apotheken-Abholmodell bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln

von Martina Lehner

Nach Ansicht des Oberlandesgerichts München ist die Bestellung von rezeptpflichtigen Arzneimitteln, die in einer deutschen Apotheke bestellt und über eine niederländische Apotheke geliefert wurden, unzulässig und daher zu unterlassen.

Ein bayrischer Apotheker hatte an dem (mittlerweile eingestellten) Apotheken-Abholmodell „Vorteil24“ teilgenommen. Dieses Modell sah vor, dass verschreibungspflichtige Arzneimittel nicht direkt aus dem Sortiment der deutschen Apotheke abgegeben werden, sondern vielmehr von der deutschen Apotheke bei einer niederländischen Apotheke bestellt werden. Die niederländische Apotheke lieferte das bestellte rezeptpflichtige Arzneimittel dann an die deutsche Apotheke, wo der Kunde dieses dann bequem (in der Regel am nächsten Tag) abholen konnte.

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Der Kunde erhielt dafür Preisnachlässe auf die Zuzahlung oder einen Warengutschein. Der Vorteil für den am Modell teilnehmenden Apotheker bestand in einer umsatzabhängigen Provision für die Vermittlung von Bestellungen an die niederländische Apotheke.

Entscheidung des Gerichts

Mit Urteil vom 26.06.2014 – Az. 29 U 800/13 hat des OLG München dieses Abholmodell für wettbewerbswidrig erklärt und den bayrischen Apotheker zur Unterlassung verurteilt ...

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