Mr. Wash: 64.000 € für unzulässige Videoüberwachung

Fünf Monate nach Beginn seiner Prüfung bei der Essener Autowaschkette Mr. Wash, kommt der zuständige NRW-Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (LDI), Ulrich Lepper, zu dem Ergebnis, dass das Unternehmen seine Mitarbeiter und Kunden in 60 Fällen unzulässig und rechtswidrig gefilmt hat.

Der Fall Mr. Wash

Bereits Anfang des Jahres berichteten diverse Medien, darunter vor allem der Stern, und der Focus, dass die Essener Waschstraßenkette Mr. Wash ihre knapp 800 Beschäftigten in 23 Filialen sowie 10 weiteren Niederlassungen in unzulässiger Weise per Webcams überwachten. So waren diverse Webcams nicht nur auf sicherheitsrelevante Bereiche, wie z.B. die Waschstraßenein- und ausfahrt, sondern auch so ausgerichtet, dass schon dem Laien-Betrachter auffiel, dass hier offensichtlich die Mitarbeiter selbst im Focus der Aufnahme standen.

Seitens des Unternehmens wurde damals die Existenz dieser Aufzeichnungen auch bestätigt, welches gegenüber dem Stern hierzu ausführte, es liege

“in der Natur der Sache, dass im Erfassungsbereich dieser Kameras auch Personen zu erkennen sind.”

In keinem Fall sei es hier um die Überwachung von Mitarbeitern und Kunden gegangen.

Unzulässige Videoüberwachung

Dies sah nun der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit in Nordrhein-Westfalen erwartungsgemäß ein wenig anders und kam zu dem Ergebnis, dass die in den Medien erhobenen Vorwürfe zumindest in 60 Fällen berechtigt waren.

Hierfür forderte das LDI NRW das Unternehmen zunächst gem. § 38 Abs. 3 BDSG zur umfassenden Auskunft über Art und Zweck der in den Filialen installierten Videoüberwachung auf und prüfte die Vorwürfe stichprobenartig in zwei Filialen vor Ort ...

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