Der Täter-Opfer-Ausgleich nach § 46a Nr. 1 StGB – Was setzt er voraus?

von Bernd Rösch

Das Gericht kann nach § 46a Nr. 1 Strafgesetzbuch (StGB) die Strafe

  • nach § 49 Abs. 1 StGB mildern oder,
  • wenn keine höhere Strafe als Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bis zu dreihundertsechzig Tagessätzen verwirkt ist, von Strafe absehen,


wenn ein Täter

  • in dem Bemühen, einen Ausgleich mit dem Verletzten zu erreichen (Täter-Opfer-Ausgleich),
    • seine Tat ganz wiedergutgemacht hat oder
    • zum überwiegenden Teil wiedergutgemacht hat oder
    • deren Wiedergutmachung ernsthaft erstrebt hat.


Das Bemühen des Täters im Sinne dieser Vorschrift, die sich vor allem auf den Ausgleich von immateriellen Folgen einer Straftat bezieht, aber auch bei Vermögensdelikten in Betracht kommt, verlangt nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) einen kommunikativen Prozess zwischen Täter und Opfer,

  • der auf einen umfassenden friedensstiftenden Ausgleich der durch die Straftat verursachten Folgen angelegt ist und
  • „Ausdruck der Übernahme von Verantwortung sein muss“ (BGH, Urteile vom 19.12.2002 – 1 StR 405/02 –; vom 07.12.2005 – 1 StR 287/05 –; vom 23.05.2013 – 4 StR 109/13 –) ...
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