Kickback: Banken müssen vor den Anlegern blankziehen

Banken müssen vollständig über Rückvergütungen aufklären, gleichgültig ob diese als Agio, Verwaltungsge-bühren oder Vertriebskosten bezeichnet werden. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am 15.04.2014 ent-schieden. Für Anleger ist das ein weiterer Angriffspunkt bei ihrem Vorgehen gegen die Banken. Klärt ein Bankberater nicht über die vollständigen Rückvergütungen auf, steht dem Anleger ein Schadensersatzanspruch gegen die beratende Bank zu. Hierbei handelt es sich regelmäßig um so genannte Agio, Ausgabeaufschläge oder Verwaltungsvergütungen, also offen ausgewiesene, zusätzlich zur Anlagesumme zu zahlende, Beträge. Der Bundesgerichtshof musste vorliegend einen Fall entscheiden, in dem die im Prospekt ausgewiesenen Vertriebskosten zur Eigenkapitalbeschaffung versteckt an die Bank zurückgeflossen waren. Dabei hatte die Bank neben dem Agio von 5% weitere 12,2% aus den Vertriebskosten hinter dem Rücken der Klägerin erlangt. Ausschlaggebend bei der Frage nach aufklärungspflichtigen Rückvergütungen ist, dass diese offen ausgewiesen werden, aber hinter dem Rücken an die Bank fließen. Für den Anleger ist aber nicht ohne weiteres erkennbar, dass die Bank hiervon profitiert ...Zum vollständigen Artikel


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