Da wundere ich mich nicht

von Gerfried Braune

Unter der Überschrift: “Potentiale der Mediation in der Praxis noch nicht ausgeschöpft” hat die ARGE Mediation von einer von ihr selbst durchgeführten Umfrage berichtet über den Umsatz von Anwaltsmediatoren, den sie aus Mediationen erzielen. Nur eine ganz geringe Anzahl von Anwälten könnte von der Mediation leben, will sagen bei denen die Mediation Haupatumsatzträger ist. Bei der Mehrzahl der Anwaltsmediatoren dümpeln die Einnahmen aus Mediationen bei maximal 15 % der Gesamterlöse.

Allerdings kann dies angesichts des allgemeinen Mangels an Mediationsaufträgen nicht verwundern. Dies gilt um so mehr, als ein Anwalt ja bereit bei der Mandatsanname entscheiden muss, ob er das Mandat als Anwaltsmandat oder Mediationsmandat aben will. War er in einer Sache bereits als Rechtsanwalt tätig, ist er als Mediator augeschlossen, selbst wenn die Beteiligten es wollten (§ 3 Abs. 2 MediationsG). Da aber die wenigsten Mandanten mit einem Mediationsauftrag die Türe zur Anwaltskanzlei hereinkommen, ergeben sich für Awaltsmediatoren relativ wenige Gelegenheiten für Mediationsmandate ...

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