Corinna Schumachers Kampf gegen die Presse

von Janina Ruland

Corinna Schumacher, die Ehefrau von Michael Schumacher, kämpft derzeit offenbar an mehreren Fronten. Das Interesse der Medien an ihrem Ehemann, der Anfang des Jahres bei einem Skiunfall verunglückte und sich derzeit in der so genannten Aufwachphase laut dem Online-Portal Focus befinden soll, ist derzeit für die Presse von großem Interesse.

Auch die Magazine „Bunte“, „Neue Woche“ und „Super Illu“, die vom Burda Verlag aufgelegt werden, berichteten nach Angaben der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung von diesem Ereignis und machten dabei nicht davor halt, auch die Ehefrau des verunglückten siebenfachen Weltmeisters ins Visier zu nehmen. In den verschiedenen Magazinbeiträgen wird unter anderem Corinna Schumacher auf ihrem Weg am 03.01.2014 ins Krankenhaus in Grenoble gezeigt. Die Aufnahmen entstanden somit erst 5 Tage nach dem Unfall ihres Ehemannes. Neben der Abbildung befanden sich Kommentare, wie “Wird ihr Leben jemals wieder so glücklich, wie es war?”. Über ihren Gesichtsausdruck wurde berichtet, er sei “eine Landschaft des Kummers”.

Das Interesse von Corinna Schumacher am Schutz ihrer Privatssphäre überwiegt das der Öffentlichkeit an einer Berichterstattung

Corinna Schumacher machte ihre Ansprüche auf Unterlassung hinsichtlich der Verbreitung und des öffentlichen zur Schaustellens der Fotografien gegen den Burda-Verlag gerichtlich gem. §§ 823, 1004 BGB i.V.m. § 22 KUG geltend. Das Gericht (LG München I, Urteil v. 16.07.2014, Az. 9 O 5966/14) stellte bei der Prüfung des § 22 KUG fest, dass eine Einwilligung von Corinna Schumacher in das Verbreiten und öffentliche Zurschaustellen ihrer Person nicht dadurch erfolgt sei, dass sie unter Blitzlichtgewitter den Eingang des Krankenhauses passiert habe.

Das Gericht prüfte sodann im Rahmen von § 23 KUG die Verhältnismäßigkeit des Eingriffs in das Persönlichkeitsrecht von Corinna Schumacher ...

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