Betriebsfeiern sind ein gefährliches Pflaster – Unfallversicherungsschutz gegeben?

von Thorsten Blaufelder

Eine Betriebsfeier sollte keine Feier im kleinen Kreise sein. Kommt in der Vorweihnachtszeit etwa nur eine kleine Abteilung zusammen, ist dies keine Betriebsveranstaltung, und die Arbeitnehmer sind nicht gesetzlich unfallversichert, wie das Hessische Landessozialgericht (LSG) in Darmstadt in einem am Dienstag, 29.07.2014, veröffentlichten Urteil entschied (AZ: L 3 U 125/13).

Danach muss die Unfallversicherung nicht für die Verletzungen einer Mitarbeiterin der Deutschen Rentenversicherung Hessen aufkommen. 2008 gab es für alle 230 Mitarbeiter der Dienststelle Kassel einen weihnachtlichen Umtrunk. Zudem war es den einzelnen Abteilungen erlaubt, während der Arbeitszeit eigene Weihnachtsfeiern zu organisieren.

Die Mitarbeiterin ging mit neun ihrer zwölf Kolleginnen und Kollegen wandern, darunter auch die Abteilungsleiterin. Unterwegs rutschte sie aus, stürzte und verletzte sich ihren rechten Ellenbogen und das rechte Handgelenk. Hierfür forderte sie die Anerkennung als Arbeitsunfall.

Mit Urteil vom 26.06 ...

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