Wie Ärzte in Kooperationen Steuerrisiken vermeiden: 30-07-14

von Philip Christmann

Gewerbesteuerrisiko einer Berufsausübungsgemeinschaft

Wie das Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf vom 19.09.2013 - 11 K 3969/11 F und 11 K 3969/11 G zeigt, kann auch eine BAG der Gewerbesteuer unterfallen.

Um dies zu vermeiden, sollten alle Ärzte der BAG über Mitunternehmerinitiative verfügen und auch unternehmerische Risiken tragen. Mit anderen Worten: Die BAG muss vertraglich so ausgestaltet sein, dass der Betrieb von allen als Mitunternehmer geführt wird. Praktisch bedeutet dies, dass alle Ärzte (also auch ein neu eingetretener Junior) am laufenden Unternehmenserfolg des Gesamtunternehmens BAG beteiligt sind (und nicht nur der Junior z.B. am von ihm selbst erwirtschafteten Honorar, nicht aber an Verlusten beteiligt wird). Es muss echtes Gesamthandsvermögen gebildet werden. Des weiteren müssen alle nach Beendigung der BAG entsprechend dem individuellen Gewinnanteil auch an den stillen Reserven beteiligt werden.

Da dies in dem vom FG entschiedenen Fall nicht so war (eine Junior-Ärztin hielt nur einen 2,5prozentigen Gesellschaftsanteil und wurde nur an ihren eigenen Honoraren zu 37 Prozent beteiligt und der Gesellschaftsvertrag sah für den Fall des Ausscheidens keine Abfindung vor), sah das FG die BAG als Gewerbe an und bejahte eine Gewerbesteuerpflicht.

Praxistipp:

Beteiligen Sie auch den Junior ausreichend an der Praxis, ansonsten droht die Gewerbesteuer ...

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