Rechtsanwaltskosten für eine Reisemängelanzeige

Für die Mitteilung von Reisemängeln bedarf es keiner juristischen Ausbildung. Beauftragt ein Reisender damit einen Rechtsanwalt, verstößt er gegen seine Pflicht, den Schaden möglichst gering zu halten und kann die Rechtsanwaltskosten nicht vom Reiseunternehmen erstattet verlangen.

Mit dieser Begründung hat das Amtsgericht München in dem hier vorliegenden Fall einem beklagten Reiseunternehmen Recht gegeben und die Klage einer Familie insoweit abgewiesen.

Die Kläger, eine fünfköpfige Familie aus Mainz, buchten über Vermittlung eines Reisebüros eine Pauschalreise nach Tunesien. Am 6.8.13 wollte die Familie mit einem Rail-& Fly Ticket mit dem ICE 974 zum Flughafen in Hannover anreisen. Der ICE hatte 277 Minuten Verspätung und die Familie verpasste den Flug. Eine alternative Beförderung war nicht möglich und die Familie kehrte nach einer Übernachtung im Hotel nach Hause zurück. Mit Schreiben vom 9.9.13 machte der Rechtsanwalt der Kläger außergerichtlich geltend, dass die Reise mangelhaft war und forderte zur Rückerstattung des Reisepreises und Entschädigung der Kläger wegen der nutzlos aufgewendeten Urlaubszeit auf ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK