Lehrerin führt Schüler an der Leine: Keine Freiheitsberaubung

von Mirko Laudon

Eine wegen Freiheitsberaubung angeklagte Lehrerin aus der Region Hannover, die einen Schüler während einer Klassenfahrt an einer Leine geführt haben soll, wird sich nicht vor Gericht verantworten müssen. Das Amtsgericht Duderstadt lehnte die Eröffnung des Hauptverfahrens jedoch gem. § 203 StPO ab. Eine von der Staatsanwaltschaft Göttingen eingelegte Beschwerde gegen diese Entscheidung wies das Landgericht Göttingen als unbegründet zurück.

Musterstück für Vorverurteilung in den Medien

Die Staatsanwaltschaft Göttingen (Niedersachsen) hatte der Lehrerin in ihrer Anklageschrift vorgeworfen, im September 2012 einem 12-jährigen Realschüler während einer Klassenfahrt einen so genannten Führstrick über die Schulter und unter den Arm gelegt zu haben. Danach soll sie den Achtklässler an der sehr kurzen Leine vor den Augen seiner Mitschüler mehr als 500 Meter über den Hof der Jugendherberge geführt haben, um ihn zu erziehen und für sein schlechtes Benehmen zu tadeln. Der Fall hatte bundesweit Aufsehen erregt ...

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