Ermittlungen gegen Bürgermeister wegen skurriler Vertreibungsmethode gegen unliebsame Roma-Familien?

von Rainer Pohlen

Es gibt eine bestimmte Art von “Head-Bang-Musik”, die geht mir ziemlich auf den Keks. Ab einer bestimmten Lautstärke empfinde ich das schon fast als Folter und frage mich, wie die jungen Leute so etwas schön finden können. Dann erinnere ich mich bisweilen an meine eigene Jugend und an die Musik, die wir gerne gehört haben, während sich auf den Gesichtern unserer Eltern und Großeltern ziemliches Entsetzen widerspiegelte. Die Erinnerung stimmt mich dann wieder etwas milder, jede Zeit hat halt ihre eigene Musik. Aber wenn´s dann allzu laut wird ….. schrecklich!!!

Der Bürgermeister der belgischen Gemeinde Landen muss wohl ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Musik als akustische Folter – der Gedanke muss ihn irgendwie gefangen genommen haben. Jedenfalls ist der Mann, wie spiegel-online unter Berufung auf die belgische Tageszeitung “Le Soir” berichtet, auf die skurrile Idee verfallen, eine Gruppe von Roma, die mit ihren Fahrzeugen in seiner Gemeinde campierten, mit lauter Musik zu vertreiben. Das Stadtoberhaupt namens Gino Debroux ließ vor dem Camp der Landfahrer, die sich auf einem Industriegelände niedergelassen hatten, Lautsprecher mit einer Kapazität von 14.000 Watt aufstellen und engagierte einen DJ, der für die Zusammenstellung der Folter-Musik zuständig war. Zuvor waren die Roma erfolglos aufgefordert worden, das Gelände doch freiwillig zu räumen ...

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