Die Denkmalschutzeigenschaft beim Hauskauf

Ein Makler, der auf Nachfrage zwar zutreffend verneint, dass ein Haus unter Denkmalschutz steht, aber verschweigt, dass sich die Denkmalschutzbehörde aktuell mit dieser Frage befasst, hat in einem für den Auftraggeber wichtigen Punkt gegen seine Aufklärungspflichten verstoßen.

So hat das Oberlandesgericht Oldenburg in dem hier vorliegenden Fall entschieden und den Provisionsanspruch eines Maklers als verwirkt angesehen. Der Kläger hatte ein Haus in Nordhorn erworben und beim Makler nachgefragt, ob dieses Haus unter Denkmalschutz stehe. Dies verneinte der Makler zutreffend. Er verschwieg dabei aber, dass die Stadt Nordhorn als Denkmalschutzbehörde bereits angekündigt hatte, das Gebäude zur Prüfung der Denkmalschutzsituation zu besichtigen. Nachdem der Kläger das Objekt erworben hatte, wurde es tatsächlich unter Denkmalschutz gestellt. Bereits das Landgericht Osnabrück hatte den Makler zur Rückzahlung seiner Provision verurteilt.

Nach Auffassung des Oberlandesgerichts Oldenburg hätte der Makler den Kläger darüber aufklären müssen, dass die Stadt Nordhorn mit der Frage des Denkmalschutzes des Objektes befasst war ...

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