Keine Vaterschaftsanfechtung bei künstlicher Befruchtung mit Fremdsamenspende

von Nadine Hinrichsen

Das Oberlandesgericht Oldenburg hat entschieden (- 11 UF 179/13 -), dass ein Mann dann die Vaterschaft nicht anfechten kann, wenn die Eheleute beider einer künstlichen Befruchtung der Ehefrau mittels einer Samenspende zugestimmt haben.

Fall
Der Mann stellte einen Antrag auf Feststellung, dass er nicht der leibliche Vater des Kindes seiner Ehefrau sei. Der Mann behauptete er sei zeugungsunfähig und das Kind sei mithilfe einer Fremdbefruchtung gezeugt worden.
Seine Ehefrau habe ohne sein Wissen und ohne seine Zustimmung über das Internet einen Samenspender gesucht und gefunden. Er sei daher nicht der Vater und auch nicht zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet.

Familiengericht
Das Familiengericht hatte dem Antrag entsprochen und aufgrund eines Abstammungsgutachtens festgestellt, dass der Mann nicht der Vater des Kindes ist. Darauf legte die Mutter Beschwerde ein.

Oberlandesgericht
Der Antragsteller sei, so der Oberlandesgericht Oldenburg, Vater des Kindes, weil er bei der Geburt mit der Mutter verheiratet gewesen sei ...

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