“Anlegerschutzkanzlei” macht mit 3.500 nahezu identischen und erfolglosen Klagen 6,6 Millionen Euro Umsatz

von Arno Lampmann

Reputationsmanagement gewinnt insbesondere im Internet mehr und mehr an Bedeutung. Immer wieder wenden sich daher Mandanten, die sich in der Öffentlichkeit falsch dargestellt sehen oder schlicht bösartig diffamiert werden, an unsere Kanzlei mit der Bitte um Hilfe.

In letzter Zeit häufen sich bei uns Fälle, in denen Anwälte versuchen, Anleger verschiedener Finanzprodukte in Angst und Schrecken zu versetzen und sie so zu Lasten der Anbieter in ein Beratungsmandat zu treiben. Dass man gegen solche Machenschaften erfolgreich vorgehen kann, darüber haben wir zuletzt hier berichtet.

Anlegerschutz ist gut, besonders für den Anwalt

Kapitalanlagerecht ist für geschäftstüchtige Anwälte ein lukratives Feld. Aufgrund der oft hohen Investitionssummen existieren dementsprechend zahlreiche potentielle Mandanten, deren “Betreuung” aufgrund der Vergleichbarkeit der Fälle keine individuell abgestimmte anwaltliche Arbeit im Einzelfall erfordert, sondern oft mithilfe von vorgefertigten Schreiben und Klageschriften “geleistet” werden kann. Hinzukommt, dass viele Anleger eine Rechtsschutzversicherung haben, die die Kosten der Beratung – unabhängig von deren Erfolg – übernimmt. Der Anwalt hat somit ein gesteigertes Interesse daran, in Bezug auf einen (vermeintlichen) Schadensfall möglichst viele Mandate abzuschließen, die seinen Umsatz erhöhen, ohne dass gleichzeitig nennenswerte Mehrarbeit entsteht ...

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