Altersdiskriminierung bei Bewerbung eines Rechtsanwalts {“die Zwote”}

von Liz Collet

Ab welchem Alter sind Anwälte mit jahrelanger und ggf. sogar fach(anwalt)lich einschlägiger Erfshrung aus dem Bewerbungsrennnen?

Sie erinnern sich vielleicht noch an den Fall eines 60 Jahre alten, selbständig als Anwalt tätigen Bewerbers, dessen Stellenbewerbung als nicht ernsthaft und damit als rechtsmissbräichlich bewertet worden war?

Für alle, die ihn verpasst haben, hier Welche “Gesamtumstände” der Bewerbung eines 60-jährigen Rechtsanwalts machen diese “rechtsmissbräuchlich”?

Eine jüngst veröffentlichte weitere Entscheidung zum Thema in einem anderen Fall könnte Sie ebenfalls interessieren, man würde sich beinahe wünschen, dass von der zugelassenen Revision zum BAG Gebrauch gemacht würde. Nicht nur, weil die Begründung, mit welcher die Stellenbewerbung unberücksichtigt geblieben war, die Augenbrauen lupfen lässt. Und zwar wenn dort abgestellt wird darauf, wenn der Kläger bis zu seiner bewerbung als Mandantenkreis vertreten hat und warum dies bei der Stelle und den dort künftig zu betreuenden Klienten offenbar als einer der gegen die Bewerbung sprechenden Gründe gewesen sein soll. Man kann über die Tendenz zur Fachwanwaltsqualifikation unterschiedlicher Auffassungen vertreten. Und bei dieser auch seit ihrer Einführung auch unterschiedliche Auffassungen bei den Mandanten und bei der Anwaltschaft selbst wahrnehmen. Dass aber zur Qualifikation eines Stellenbewerbers innerhalb eines besitmmten (Fach)Anwaltstätigkeitsfeldes die bisherige und künftige Mandantenseiten zum k.o. Kriterium werden, ist (sagen wir es sachlich) erstaunlich. Denn wer sich etwa mit Medizinrecht befasst, lernt dieses nicht entweder aus Sicht von Patienten ODER Ärzten ODER Berufshaftpflichtversicherung ODER Klinik/Klinikträger. Sondern umfassend materiell- und prozessrechtlich ...

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