Begriffe des Strafrechts, Teil 7: die Anklage(schrift)

von Daniel Nowack

Die Welt der Juristen lebt von unzähligen Fachbegriffen. In meiner Ratgeberreihe “Begriffe des Strafrechts” werde ich, welch Überraschung, einige Grundbegriffe, mit denen man im Rahmen strafrechtlicher Probleme immer wieder rechnen muss, verständlich erläutern bzw. dies zumindest versuchen. So sollen Sie in die Lage versetzt werden, auch Fachbegriffe, die der Rechtsanwalt im Eifer des Gefechtes (oder weil er diese gar nicht mehr als Fachbegriffe wahrnimmt) nicht erläutert, zu verstehen und somit mit Ihrem Anwalt “auf einer Ebene” kommunizieren zu können.

Nachdem in Teil 6 der Reihe der Begriff “Angeschuldigter” erläutert wurde, geht es heute um die Anklage(schrift).

Gemäß § 151 StPO bedarf es für die gerichtliche Untersuchung eines strafrechtlich relevanten Sachverhalts der Erhebung der öffentlichen Klage. Die Entscheidung darüber, ob der Sachverhalt gerichtlich untersucht, also das Hauptverfahren eröffnet wird, fällt das für die Hauptverhandlung zuständige Gericht. Zu diesem Zwecke ist dem Gericht neben den Ermittlungsakten gemäß § 199 StPO eine Anklageschrift vorzulegen. Die Anklageschrift zeigt also nach außen, dass die öffentliche Klage erhoben wurde.

Was in die Anklageschrift gehört, umschreibt § 200 StPO. Danach muss die Anklageschrift den Angeschuldigten, die Tat, die ihm zur Last gelegt wird, Zeit und Ort ihrer Begehung, die gesetzlichen Merkmale der Straftat und die anzuwendenden Strafvorschriften bezeichnen ...

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