Anwälte wissen einfach mehr

Es kommt vor, dass ein Gericht, das regelmässig Verfügungen erlässt, plötzlich seine Fähigkeit verliert und nicht mehr in der Lage ist, eine korrekte Rechtsmittelbelehrung zu verfassen. Kann ja wirklich mal vorkommen. Auch bei einem Gericht, auch im Bereich seines eigentlichen Kerngeschäfts. Sind ja auch nur Menschen. Schliesslich.

Zu den Menschen werden nebst den Richtern mitunter zwar auch die Anwälte gezählt. Sie sind aber insofern besondere Menschen, als ihre Fehler, auch wenn sie auf den Fehlern des Richters basieren, Konsequenzen haben, und zwar auch und insbesondere zulasten ihrer Klienten. Denn wenn ein Anwalt einen Fehler macht, mutiert er vom Beistand zum direkten Vertreter mit allen Folgen des Stellvertretungsrechts. Daran hält sich auch das Bundesstrafgericht (BStGer BH.2014.8 / BP.2014.25 vom 25.06.2014):

Vorliegend gilt es festzuhalten, dass für eine Rechtsanwältin bereits ein einfacher Blick ins Gesetz genügt hätte, um festzustellen, dass die Fristregelung von Art. 28 Abs. 3 VStrR zur Anwendung gelangt. Rechtsanwältin [.. ...

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