Die Schattenwirkung eines fünfgeschossigen Hotels

Ein Bebauungsplan, der die Errichtung eines fünfgeschossigen Gebäudes erlaubt, ist wirksam, wenn die von dem Gebäude ausgehenden Verschattungswirkung ausreichend berücksichtigt worden ist und die zu erwartende Verschattung von Nachbargrundstücken deren Eigentümer nicht unzumutbar in ihren Rechten einschränkt.

Mit dieser Begründung hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in dem hier vorliegenden Fall den nach Durchführung eines ergänzenden Verfahrens rückwirkend in Kraft getretene Bebauungsplan Nr. 42 “Dammkarstraße / Bahnhofsstraße” des Marktes Mittenwald für wirksam erklärt. Der Bebauungsplan läßt – nach Abriss des bestehenden Hallenbades – die Errichtung eines fünfgeschossigen, bis zu 17 m hohen Hotels mit 300 Betten zu, dessen oberste zwei Geschosse im Norden und im Süden um mindestens 3 m zurückspringen müssen und dessen Fassade weitere Gliederungen aufweist. Die Antragstellerin ist Eigentümerin von drei unmittelbar nördlich des Plangebiets gelegenen Grundstücken, die derzeit mit einem Gebäude bebaut sind, in dem Wohnräume und ein Beherbergungsbetrieb untergebracht sind. In einem ersten Normenkontrollverfahren gegen die ursprüngliche Fassung des Bebauungsplans hatte die Antragstellerin obsiegt, weil nach Auffassung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs die vom Hotel ausgehenden Verschattungswirkungen nicht ausreichend ermittelt worden waren ...

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