Canvas Fingerprinting – Tracking ohne Entkommen

Datenschützer, IT-Spezialisten und nicht zuletzt der Gesetzgeber hatten gerade einen Weg gefunden, das Tracking mit Cookies halbwegs in den Griff zu bekommen. Eine Studie belegt jetzt, dass eine neue Tracking-Methode auf dem Vormarsch ist, die ohne Cookies auskommt und gegen die auch ansonsten kein Kraut gewachsen ist.

Canvas auf dem Vormarsch!

Wissenschaftler der amerikanischen Princeton-Universität und der Katholischen Universität Leuven (Belgien) haben eine Studie zu der Tracking Methode vorgelegt. Deren technischen Merkmale sind zwar an sich keine Neuheit, aber noch nie so eingehend untersucht worden.

Die eigentliche Neuheit ist aber die Verbreitung des bislang kaum beachteten Canvas Fingerprinting: Auf bereits 5,5 Prozent der 100.000 weltweit meistbesuchten Websites wird das neue Tracking-Tool eingesetzt. Die veröffentlichte Liste enthält die verschiedensten Webauftritte, unter anderem die Deutsche Telekom, das Weiße Haus und YouPorn.

Wie funktioniert Canvas Fingerprinting?

Die angesteuerte Webseite bringt mithilfe der Tracking-Methode den Browser des Nutzers dazu, im Hintergrund, innerhalb von Sekundenbruchteilen ein Bild („Canvas“) zu erstellen. Wie das Bild aussieht, hängt vom Betriebssystem, der Bildschirmauflösung, den installierten Schriftarten und der Browser-Version ab.

Da fast jede Browser-Computer-Kombination bei der Erstellung dieses Bildes kleine Unterschiede macht, wird der Rechner des Nutzers durch einen individuellen Code („Fingerprint“) gekennzeichnet. Beim Besuch einer weiteren Website, die ebenfalls diese Technik einsetzt, kann der Nutzer ohne weiteres identifiziert werden. Nach Analyse seiner Website-Besuche erhält er auf ihn zugeschnittene Werbung.

Die Erstellung des Codes kann nicht durch Browsereinstellungen unterdrückt werden, mehr noch, sie bleibt für den Nutzer zunächst unsichtbar ...

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