Begriffe des Verkehrsrechts, Teil 7: Der Anscheinsbeweis

von Daniel Nowack

Die Welt der Juristen lebt von unzähligen Fachbegriffen. In meiner Ratgeberreihe “Begriffe des Verkehrsrechts” werde ich, welch Überraschung, einige Grundbegriffe, mit denen man im Rahmen verkehrsrechtlicher Probleme immer wieder rechnen muss, verständlich erläutern bzw. dies zumindest versuchen. So sollen Sie in die Lage versetzt werden, auch Fachbegriffe, die der Rechtsanwalt im Eifer des Gefechtes (oder weil er diese gar nicht mehr als Fachbegriffe wahrnimmt) nicht erläutert, zu verstehen und somit mit Ihrem Anwalt “auf einer Ebene” kommunizieren zu können.

Nachdem in Teil 6 der Serie der Begriff “Anhörungsbogen” erläutert wurde, geht es heute um den Anscheinsbeweis.

Der Anscheinsbeweis lässt sich schon durch seine juristisch korrekte Formulierung “Beweis des ersten Anscheins” etwas besser erklären. Es handelt sich dabei um Beweiserleichterungen, die durch die Rechtsprechung anhand typischer Szenarien aus der Lebenserfahrung entwickelt wurden. So ist z.B. bei einem Verkehrsunfall immer derjenige, der die Schuld des anderen behauptet, dafür beweispflichtig. Ihm steht aber bei einem Auffahrunfall der Anscheinsbeweis, dass der Auffahrende den Sicherheitsabstand nicht eingehalten hat, zur Verfügung. Dies bedeutet, dass der andere dann sozusagen seine Unschuld zu beweisen hat ...

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