Alles eine Frage des Vertrauens!

von Gerfried Braune

Wenn von Wirtschaftskonflikten die Rede ist, wird meist hinzugefügt, dass hier Emotionen (zumindest in aller Regel) keine Rolle spielten. Das ist aber schlichtweg falsch. Es mag zwar in Verfahren der Wirtschaftsmediation emotionsloser und sachlicher verhandelt werden als z.B. in einer Trennungs- und Scheidungsmediation. Tatsache ist aber, dass es auch hier um Emotionen geht.

Dies hat mir in meiner Zusatzausbildung für Wirtschaftsmediation der schweizer Mediator Francis Jaquenod auch deutlich gemacht. Letztlich gehe es immer wieder um die Frage des Vertrauens. Dies kann ich mittlerweile aus eigener Anschauung bestätigen.

Es ist auch klar, dass Kooperationsgewinne in Verhandlungen nur durch gegenseitiges Vertrauen erreicht werden können. Denn nur dann können die Konfliktbeteiligten ihre Präferenzen und Interessen offenlegen und so aus den utnerschiedlichen Präferenzen zu Ergebnissen kommen, die für beide Seiten einen Gewinn darstellen.

Dies lässt sich spieltheoretisch auch am Beispiel des Gefangenendilemmas nachvollziehen. Da keiner der Gefangenen Vertrauen in das Verhalten des anderen haben kann, ist die rationale Lösung, dass beide gestehen. das Ergebnis ist schlicht suboptimal. Hätten beide ineinander Vertrauen, so käme ein weitaus besseres Ergebnis heraus ...

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