Hessisches LAG: Außerordentliche Kündigung wegen Löschung von Daten kann rechtens sein

In der modernen Arbeitswelt verfügen viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über Computer und E-Mail Adressen ihres Arbeitgebers. Die dort entstehenden Daten, wie z.B. E-Mail Kommunikation mit Kunden, stehen dem Arbeitgeber zu. Daraus folgt, dass man diese Daten nicht einfach ohne Einwilligung des Arbeitgebers löschen darf.

In der Praxis werden die dienstlichen Computer, die eigentlich als Arbeitsmittel dienen, meistens auch privat genutzt – ungeachtet dessen, ob der Arbeitgeber hierzu seine Erlaubnis erteilt hat oder nicht. Auf diesem Weg gelangen schnell private Daten wie z.B. E-Mails von Freunden, die auf den dienstlichen E-Mail Account gesendet wurden, einschließlich der Kontaktdaten des E-Mail Absenders auf den Firmencomputer.

Das Hessische Landesarbeitsgericht (LAG) hatte in zweiter Instanz einen Fall zu entscheiden, in dem ein Arbeitnehmer nach gescheiterten Verhandlungen mit seinem Arbeitgeber zahlreiche Daten, insbesondere Kontakte mit Kunden, Termine und E-Mail Korrespondenz vom Outlook-Server gelöscht hatte. Neben zahlreichen dienstlichen E-Mails befanden sich darunter auch private E-Mails und Kontaktdaten des Arbeitnehmers. Der Arbeitgeber sprach daraufhin ohne Abmahnung unter anderem eine fristlose Kündigung aus ...

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