Jetzt auch Löschanträge für Suchmaschine Bing möglich

von Jörg Schaller

Nach dem Urteil des EuGH vom 13.05.2014 gegen den Suchmaschinenbetreiber Google, das ein allgemeines Recht auf Vergessen stipuliert, musste der Suchmaschinenriese ein Formular für ebensolche Löschanträge von Suchergebnissen online stellen.

Nun hat Microsoft nachgezogen und für seine Suchmaschine Bing ein ebensolchesLöschformulareingestellt, nachdem der Konzern dies bereits einige Tage vorher angekündigt hatte. Genaue Benutzerzahlen über die tatsächliche Nutzung der beiden Suchmaschinen sind nicht bekannt, aber Bing dürfte hier weit abgeschlagen liegen. Insofern ist die pressewirksame Bereitstellung des Formulars nicht nur eine Folge der bindenden EU-Rechtsprechung, sondern auch als interne Aufwertung der eigenen Akzeptanz zu verstehen.

Grundsätzlich gelten bei Bing sehr ähnliche Vorgaben wie auch bei Google: Es müssen Name, ein Dokument, das die persönlichen Angaben belegt sowie ein Löschungsgrund angegeben werden. Für das Hochladen einer Personalausweiskopie gelten die gleichen Bedenken, die wir bereits schon bei Googles Löschantragangemeldet hatten: Die Speicherung einer solchen Bildkopie dürfte nicht zulässig sein.

Bing holt aber bei seinem Löschantrag noch weitere Informationen ein, die einer Vorsortierung der Erfolgsaussichten dienen. So wird abgefragt, ob der Antragsteller eine Person des öffentlichen Lebens oder aus der Politik ist ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK