Grundschulkinder auf dem Pausenhof und ihre Geräusche

Geräuscheinwirkungen von Kindertagesstätten, Kinderspielplätzen und ähnlichen Einrichtungen sind im Regelfall keine schädliche Umwelteinwirkungen. Der Pausenhof einer Grundschule ist eine ähnliche Einrichtung wie ein Kinderspielplatz. Die Geräusche von auf dem Pausenhof spielenden Grundschulkindern müssen unabhängig von ihrer Intensität nach dem Toleranzgebot im Bundesimmissionsschutzgesetz hingenommen werden.

Mit dieser Begründung hat das Verwaltungsgericht Berlin in dem hier vorliegenden Fall die Klage von Nachbarn abgewiesen, die sich damit gegen eine Erweiterung des Schulbetriebes an einer Grundschule gewandt haben. Die private Gundschule, die an die Grundstücke der Kläger in Berlin-Zehlendorf angrenzt, soll von 100 auf 127 Schüler erweitert werden. Die Kläger befürchteten u.a. eine mit dem Charakter eines allgemeinen Wohngebietes nicht mehr verträgliche Lärmbelästigung. Sie sind der Auffassung, es müsse eine Lärmschutzmauer errichtet und in den Musik- und Gymnastikräumen schallisolierte Fenster eingebaut werden.

Nach Auffassungdes Verwaltungsgerichts Berlin verletze der erweiterte Schulbetrieb keine nachbarschützenden Vorschriften ...

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