Der traurige Tod des Andy Biermann

von Rainer Pohlen

Im Zusammenhang mit einem von der Staatsanwaltschaft Bochum geführten Ermittlungsverfahren gegen einen von mir verteidigten früheren Fußballprofi des FC St. Pauli wegen angeblicher Spielemanipulationen habe ich vor ein paar Jahren auch den Ex-Sankt-Paulianer Andy Biermann kennengelernt, der in das meinem Mandaten zur Last gelegt Geschehen möglicherweise involviert gewesen sein soll. Andy Biermann war ein sympathischer junger Mann, damals so um die 30, verheiratet, zwei Kinder. Er war nach eigenen Angaben zeitweise – ebenso wie mein Mandant – spielsüchtig gewesen und litt darüber hinaus seit Jahren an einer depressiven Erkrankung, die in mehrere Suizidversuche eingemündet hatten.

Nach der fatalen Selbsttötung des früheren Nationaltorwarts Robert Enke im November 2009 hatte Biermann sich in psychiatrische Behandlung begeben und später unter dem Titel “Rote Karte Depression” ein Buch veröffentlicht, in dem er sich unter anderem dazu äußerte, wie er – von wenigen Ausnahmen abgesehen – vom DFB und anderen Verantwortlichen allein gelassen wurde, nachdem er seine Erkrankung öffentlich gemacht hatte ...

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