Rezension Zivilrecht: Der Unterhaltsprozess

von Dr. Benjamin Krenberger

Eschenbruch / Schürmann / Menne, Der Unterhaltsprozess, 6. Auflage, Luchterhand 2013


Von Rechtsanwalt Andreas Ihns, Fachanwalt für Familienrecht, Lübeck



An Literatur zum Unterhaltsrecht herrscht wahrlich kein Mangel. Was spricht also ausgerechnet für das nunmehr in der 6. Auflage erschienene Handbuch von Esche/Schürmann/Menneüber den Unterhaltsprozess? Bereits der erste Griff zum Handbuch beeindruckt. Ein Team von 12 Autoren aus Justiz, Anwaltschaft und Wissenschaft hat auf fast 1700 Seiten nicht weniger als ein überaus umfangreiches „Praxishandbuch des materiellen Unterhaltsrechts und des Verfahrens in Unterhaltssachen“ (so der offizielle Untertitel) vorgelegt.


In den ersten beiden Kapiteln wird auf über 1000 Seiten das materielle Unterhaltsrecht, unterteilt in den Ehegattenunterhalt (Kapitel 1) und der Verwandtenunterhalt (Kapitel 2) vollständig und überaus detailreich, überwiegend von den Herausgebern Eschenbruch und Schürmannaufgefächert. In Kapitel 3 wird sodann das Unterhaltsverfahrensrecht dargestellt. Die darauffolgenden drei Kapitel befassen sich mit wichtigen Spezialfragen des Unterhaltsrechts, nämlich der unterhaltsrechtlichen Einkommensermittlung (Kapitel 4), der Konkurrenz von Sozialleistungen und Unterhalt (Kapitel 5) sowie dem Internationalen Unterhaltsrecht (Kapitel 6).


Das Kapitel über den Ehegattenunterhalt überzeugt mich durch den klaren Aufbau der Darstellung. Dies ist wichtig, da das Unterhaltsrecht ein sehr dogmatisches Rechtsgebiet ist und eine alleine an der gesetzlichen Regelung orientierte Darstellung kaum in der Lage ist, die Strukturen eingängig offenzulegen. Da der Ausgangspunkt jeder Unterhaltsprüfung das Gesetz ist, werden zunächst die gesetzlichen Voraussetzungen der einzelnen Unterhaltstatbestände ausführlich erörtert ...

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