Rezension Strafrecht: Klausurenkurs im Strafrecht II

von Dr. Benjamin Krenberger

Beulke, Klausurenkurs im Strafrecht II, 3. Auflage, C.F. Müller 2014


Von stud. iur. Andreas Seidel, Göttingen



Neben dem Klausurenkurs I, das an Anfänger gerichtet ist und dem dritten Teil für Examenskandidaten stellt das vorliegende Fall- und Repetitionsbuch eine Hilfestellung für Studierende des Hauptstudiums dar, um den dort gestellten Anforderungen gegenübertreten zu können. Nachdem in den ersten Semestern der Subsumtionsstil ausgefeilt wurde und man sich mit der Materie vertraut gemacht hat, stellen sich zumeist erst im Hauptstudium die Herausforderungen, Probleme zu bewerten, die Zeit in Klausuren richtig einzuteilen und Schwerpunkte sinnvoll zu setzen. Gerade im Strafrecht, wo die Bearbeitungszeit erfahrungsgemäß schnell zwischen den Fingern zerrinnt, ist es daher wichtig, Klausurpraxis zu bekommen. Daher ist der Wert dieser Fallbücher – dieser und anderer Reihen und Verlagen – unbezweifelt.


Die Beulke-Reihe nimmt dabei immer wieder auf sich selbst Bezug und versucht somit, Probleme von verschiedenen Seiten zu beleuchten und in verschiedene Gewänder zu hüllen. Das Prinzip kann man gut an einer Tabelle im Anhang dieses Buches (Rn. 330) sehen. Hier führt der Autor sämtliche behandelten Problemschwerpunkte auf, reißt eine Lösung an und verweist auf (zumeist mehrere) Fälle. Während der Klausurvorbereitung kann man hier schnell überblicksartig ein Gesamtbild erkennen, das in vielen Sachverhaltslösungen entscheidend sein kann. Ebenfalls im Anhang finden sich 17 Seiten mit Definitionen und anschließend die verschiedensten Aufbauschemata wie das eines unechten Unterlassungsdelikts, der verschiedenen vollendeten Täterschafts- und Teilnahmeformen oder auch der versuchten Anstiftung und der Anstiftung zum Versuch ...

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