OLG Oldenburg: keine Vaterschaftsanfechtung bei künstlicher Befruchtung

von Klaus Wille

Eine Vaterschaftsanfechtung scheidet dann aus, wenn der Ehemann einer künstlichen Befruchtung durch einen Fremdsamen zugestimmt hat.

1. Sachverhalt

Die Parteien streiten um den Antrag eines Ehemannes, festzustellen dass er nicht der leibliche Vater des Kindes seiner Ehefrau sei. Er behauptete zeugungsunfähig zu sein. Das Kind sei im Wege einer „Fremdbefruchtung“ gezeugt worden sein. Dies habe seine Ehefrau ohne dessen Wissen durchgeführt. Das Familiengericht hat dem Antrag stattgegeben. Auf Grundlage eines Abstammungsgutachtens wurde festgestellt, dass der Ehemann nicht der Vater des Kindes ist. Dagegen legte die Kindesmutter Beschwerde ein.

2. Beschluss des OLG Oldenburg vom 30.06.2014 (Az.: 11 UF 179/13)

Das Oberlandesgericht hob die Entscheidung des Familiengerichts auf und gab der Beschwerde statt. Der Antrag des Ehemannes auf Feststellung wurde abgelehnt. Das Oberlandesgericht hatte eine eigene Beweisaufnahme durchgeführt. Dabei wurde der biologische Vater auch ermittelt ...

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