Lacey = Lindsay? Computerspielfiguren mit realem Vorbild

von Felix Hilgert

Ob Lindsay Lohan oder Manuel Noriega, Kurt Cobain oder Oliver Kahn – eine berühmte Persönlichkeit verhilft einem Computerspiel zu mehr Realismus und einer größeren Popularität, und das längst nicht mehr nur bei Sportspielen, die schon lange ganz reale Vorbilder simulieren. Nicht immer sind die Abgebildeten einverstanden, was aktuell in den USA gleich zu mehreren Rechtsstreitigkeiten geführt hat. Auch aus Deutschland gibt es solche Fälle. Darf man also einen Promi einfach so zur Spielfigur machen?

Ohne eine entsprechende Lizenz grundsätzlich nicht. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht schützt in Deutschland auch die allerprominentesten Sportler dagegen, dass Merkmale ihrer Persönlichkeit gegen ihren Willen kommerzialisiert werden. Hinzu kommt das recht am eigenen Bild nach §§ 22, 23 KUG.

Sollen in einem Fußballspiel die Originalmannschaften auflaufen, muss der Publisher sich die entsprechenden Lizenzen sichern – so haben es etwa das LG und das OLG Hamburg (mit leicht skurriler Begründung) schon vor einigen Jahren entschieden. Dieser Ansicht hat sich auch das LG Frankfurt angeschlossen.

In den USA gibt es für solche Fälle sogar ein eigenes Recht (right of publicity), das von seiner Konzeption her stärker als das deutsche Persönlichkeitsrecht auf eine kommerzielle Vermarktung der eigenen Bekanntheit ausgerichtet ist, und etwa auch den Einsatz von look-alikes erfassen kann ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK