Filesharing: Der aussichtslose Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen?

von Matthias Lederer

Rechtsstreitigkeiten wegen Urheberrechtsverletzungen erfassen nicht nur hierzulande Verbraucher, Unternehmen, Anwaltschaft und Justiz. Natürlich sind derartige Probleme auch in anderen Ländern bekannt und werden auf verschiedenste Weise und mit unterschiedlichem Erfolg angegangen.

Eine interessante Nachricht in diesem Zusammenhang konnte ich heute auf der Internetseite des Nachrichtenportals Golem entdecken. Dort findet sich aktuell ein Beitrag zu einer Empfehlung der amerikanischen Rechtsanwaltskammer, nach der amerikanischen Anwälten Zurückhaltung beim Vorgehen gegen Urheberrechtsverletzer angeraten wird:

„Zwar haben die Eigentümer von Urheberrechten und Handelsmarken rein technisch die Möglichkeit, gegen Verbraucher mit Zivilklagen vorzugehen, wenn diese bewusst nach illegalen Kopien suchen oder entsprechende Dateien mit anderen teilen", schreibt die American Bar Association. Allerdings hätten derartige Kampagnen sich als kostspielig und wenig ergiebig erwiesen. "Vielmehr können sie für die Kläger zu einem PR-Problem führen", heißt es in dem Schreiben, das von der Seite TorrentFreak entdeckt worden war.“

(Quelle: http://www.golem.de/news/illegale-downloads-us-anwaltskammer-empfiehlt-gemaessigtes-vorgehen-1407-107934.html)

Auch in den USA versucht die Medienindustrie seit Jahren, gegen die rechtswidrige Verbreitung ihrer Inhalte im Netz vorzugehen. Hierzulande sind vor allem einige Verfahren bekannt geworden, in denen einzelnen Personen horrende Schadenersatzforderungen drohten oder durch Gerichte ausgeurteilt wurden. Ähnlich wie in Deutschland handelt es sich dabei aber um die medienwirksamen Verfahren, natürlich gibt es abgesehen von diesen „Vorzeigeverfahren“ eine Vielzahl weiterer Rechtsstreitigkeiten.

Die Empfehlung der American Bar Association legt nahe, was aus meiner Sicht schon lange in den Mittelpunkt der Diskussion gerückt werden müsste ...

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