BAG urteilt über bombige Sonderprämien

von Thorsten Blaufelder

Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes können nicht nur für die Entschärfung, sondern auch für den Transport besonders gefährlicher Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg eine Sonderprämie erhalten. Zumindest in Niedersachsen sehen dies die tariflichen Regelungen so vor, urteilte am Mittwoch, 16.07.2014, das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt (AZ: 10 AZR 698/13). Danach wird bei der Sprengung einer Bombe aber keine Sonderprämie fällig.

Im konkreten Fall hatte ein Arbeitnehmer des niedersächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienstes zusammen mit Kollegen im März und April 2011 insgesamt 104 britische und amerikanische Wasserbomben aus dem Watt bei Wilhelmshaven gefischt. Die aus dem Zweiten Weltkrieg stammenden Bomben wurden dann auf eine Sandbank gebracht und gesprengt.

Der Kläger erhielt für seinen Job zwar eine allgemeine Gefahrenzulage von monatlich knapp 890,00 €, er verlangte jedoch vom Land auch eine Sonderprämie als zusätzliche Gefahrenzulage in Höhe von 567,53 € pro Bombe, insgesamt 59.023,12 € brutto ...

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