Waldmeister statt Weltmeister? – OLG Bremen: Waldmeister ist kein zulässiger Vorname

von Klaus Wille

Eltern haben grundsätzlich das Recht dem Kind einen Name zu geben. Einen Name, der das Kind der Lächerlichkeit preisgeben wird, darf nicht gewählt werden. Dies gilt für den „Namen“ Waldmeister. Über den Vornamen “Weltmeister” mußte das Oberlandesgericht nicht entscheiden.

1. Sachverhalt

Die Eltern des Sohnes beantragten, dass der Vorname „Waldmeister“ heißt. Das Standesamt Bremen lehnte die Beurkundung des Namens ab. Dagegen legten die Eltern Widerspruch ein. Das Amtsgericht lehnte es ab, das Standesamt zur Beurkundung des Vornamens Waldmeister anzuweisen. Dagegen legten die Eltern wiederum Beschwerde ein.

2. Beschluss des OLG Bremen vom 20.06.2014 (Az.: 1 W 19/14)

Das Oberlandesgericht Bremen lehnte die Beschwerde ab. Das Amtsgericht habe zu Recht den Antrag der Eltern abgewiesen. Grundsätzlich haben die Eltern aufgrund des gemeinsamen Sorgerechts das Recht den Vornamen eines Kindes zu bestimmen. Der Vorname betreffe die Individualität einer Person. Dabei sind die Eltern grundsätzlich in der Wahl des Vornamens frei. Grenzen findet die Vornamenswahl nur in dem Kindeswohl. Hierzu führt das OLG wie folgt aus:

„Der Staat ist zur Wahrnehmung seines Rechts nach Art. 6 Abs.2 S.2 GG berechtigt und verpflichtet, die verantwortungslose Namenswahl durch die Eltern das Kindeswohl zu beeinträchtigen droht (…) ...

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