Merkblatt für den Gang zur Rechtsanwältin / zum Rechtsanwalt

von Gerfried Braune

Nach § 2 Abs. 6 MediationsG ist der/die Mediator/in verpflichtet, auf die Möglichkeit hinzuweisen, die Abschlussvereinbarung bei Bedarf durch externe Berater überprüfen zu lassen. Wenn das nicht geschieht (der Hinweis auf die Möglichkeit der Rechtsberatung), dürfte sich ein Mediator haftbar machen.

Noch immer haben allerdings viele Mediator/innen gewisse Berührungsängste gegenüber der Gilde der Rechtsberater/innen. Dies nicht zuletzt deswegen, weil manche Rechtsanwältinnen bzw. Rechtsanwälte der Mediation noch immer kritisch oder ablehnend gegenüber stehen und versuchen, ein Prozessmandat daraus zu machen (so zumindest die Befürchtung der Mediator(inn)en). Als Mediator sollte man daher die Medianden instruieren, wie das Mandatsverhältnis mit dem Rechtsanwalt aussehen soll:

  1. Sie sollten sämtliche rechtliche Fragen während der Mediation, spätestens aber vor Abschluss des Regelungsvertrages, durch eine(n) Rechtsberater(in) überprüfen lassen.
  2. Bei Beauftragung der Rechtsanwältin/des Rechtsanwalts, am besten bereits bei der Terminsvereinbarung, weisen Sie darauf hin, dass Sie ausschließlich eine rechtliche Beratung und keine darüber hinausgehende Tätigkeit wünschen.
  3. Wir raten Ihnen, mit der Anwältin/dem Anwalt eine Honoravereinbarung auf Stundenhonorar-Basis zu treffen. Das ist für Sie meist preiswerter als eine Abrechnung nach Streitwert ...
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